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Hoffmann Coaching Center
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Was ist Coaching nicht?

- Coaching ist weder "Schneidbrenner" noch "Brecheisen"!
Abgrenzung:
- Coaching ist KEINE Therapie und auch kein Heilverfahren.
Es wird weder therapiert noch werden Medikamente verabreicht. - Coaching ersetzt keinen Besuch beim Psychologen, Psychotherapeuten, Arzt oder Heilpraktiker für Psychotherapie.
- Coaching hat nichts mit Instruktionen, Bevormundung oder Manipulation zu tun
- Coaching ist kein externes Expertenwissen, dass zu jedem Problem bereits eine Lösung bereit hält.
Seminare und Trainings-Methoden, die auf dem üblichen Prinzip der Instruktion basieren, arbeiten in der Art, dass der Lernstoff von einem Wissenden mitgeteilt, gelehrt, instruiert, eventuell im Rollenspiel geprobt wird. Diese Methodik spricht überwiegend die Gehirnbereiche des Verstandes an, aber weniger die Ressourcen des Individuums. Sie stammt von Autoren, also von Dritten, von Experten, Lehrern, Dozenten etc., entspringt aber nicht den eigenen Kraftquellen des Ratsuchenden. Dieses Fachwissen setzt im Verstand auf, es ist aber nicht im Wesen, im Kern verinnerlicht, verankert und kann so nicht in Fleisch und Blut übergehen.
Es ist vergleichbar mit dem Lesen eines Buches über das Klavierspielen - nach dem Lesen sind sie noch lange kein Virtuose und selbst mit Jahren Training, würde ein Kenner noch immer heraus hören, ob es nur antrainiertes Wissen ist oder ob sie eine Begabung, eine musikalische Seele besitzen.
Coaching geht also viel tiefer, es fördert den Lösungsfindungsprozess im Klienten, die Lösung kommt aus seinem Inneren selbst, wirkt somit authentisch, nachhaltig und kraftvoll.
Coaching ist keine Expertenberatung
Coaching ersetzt keine Expertenberatung und die Expertenberatung ersetzt kein Coaching. Beides hat seine Berechtigung, denn die Fragestellungen der Klienten sind auch in beiden Fällen verschieden.
Problematisch wird es jedoch, wenn die Expertenberatung in klassichen Coaching-Aufgaben versucht Hilfestellungen zu geben oder umgekehrt.
Ursache für dieses Problem: Der Lösungsansatz ist divergent.
Der Experte ist es gewohnt, als Macher, als der Wissende, als der, der es den anderen zeigt, zu arbeiten. Dafür wird er bezahlt, dies erwartet auch der Klient (klassisches Arzt-Patienten-, Lehrer-Schüler-Verhältnis) von ihm. Manche Consultants, Experten bieten zur Komplettierung des Portfolios auch Coaching an. Hierbei wird Coaching jedoch häufig mit Training verwechselt. Der Experte, der Coaching anbietet, und dabei in die Rolle des Trainers oder Mentors schlüpft, bleibt vom Lösungsansatz in seiner Grundhaltung nach wie vor der Lehrer, der Wissende, der Macher und verhindert somit die Förderung der Ressourcen, um die es beim Coaching eigentlich geht. Training, Mentoring sind demnach kein Coaching, wenn die Grundhaltung des Beraters die eines Experten bleibt.
Ein Coach hingegen arbeitet systemisch, also ergebnisoffen. Den Ausgang seiner Arbeit kann er nicht vorhersagen, weil die Arbeit von der Mitarbeit und Änderungs-Bereitschaft des Klienten abhängig ist, schließlich hat er einen Veränderungswunsch. Der Coach entwickelt Potentiale im Klienten und spricht seine Ressourcen an.
7 Denkfehler im Ansatz der Expertenberatung, wenn diese Beratungsform in Coaching-Fragestellungen angewendet wird (lt. Untersuchung der Wirtschaftsunternehmen P.Gomez und G.J.B.Probst):
- Probleme sind objektiv beschreibbar (Sind sie das wirklich? Frage der Sichtweise und des Standpunktes)
- Probleme sind die Konsequenz einer einzigen Ursache (Netzwerke, Beziehungen, Planbarkeit, Zufälle, …werden nicht mit einkalkuliert)
- Um ein Problem zu verstehen, genügt allein die Kenntnis des Istzustands (Tendenzen, Beziehungen, Kreisläufe, Zeitaspekte…werden außer Acht gelassen)
- Verhalten sei vorhersehbar, man benötige halt nur genügend Informationen (bewusste und unbewusste Motive, persönliche Lebens- und Firmengeschichten werden nicht berücksichtigt, divergente Anthropologie)
- Probleme lassen sich beherrschen (Denkweise basierend auf dem Maschinenmodell aus 19.ten Jhdt.), dies sei nur eine Frage des Aufwands. (Es gibt jedoch Zusammenhänge mit Größerem und Abhängigkeiten)
- Ein „Macher“ kann jede Problemlösung umsetzen (Kräfte und Eigenarten des Systems, richtiger Zeitpunkt, richtiger Ort werden nicht berücksichtigt, eine externe Lösung wird häufig als übergestülpt wahr genommen)
- Mit Einführung einer Lösung sei das Problem endgültig aus der Welt (Flexibilität, Lernfähigkeit, Druck, Gegendruck, Spontaneität sind nicht vorhersehbar, das System, die Anderen werden außer Acht gelassen)

