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Code of Ethics and good practice & Standesordnung

 

Unsere Ethik ist an die Definition von "Gesundheit" der WHO angelehnt. Die ausführliche Langversion des ethischen Codes ist bei unserem Verband DFC nachzulesen. http://www.qrc-verband.de/ethik.html

 

 

Code of Ethics and good practice & Standesordnung (Kurzfassung, Auszug)

 

Artikel 1        Erklärung zum Menschenbild

Coaches und psychologische Berater des DFC gehen in ihrer Tätigkeit von einem Menschenbild aus, das in der Werteordnung der allgemeinen Menschenrechte wurzelt.

Das bedeutet im Einzelnen:

1.1     Die Coaches und psychologischen Berater des DFC bekennen sich zu dem im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankertem Schutz der Menschenwürde. Europäische und andere ausländische Mitglieder verpflichten sich den ähnlich lautenden Grundrechten der UNO: Danach hat jeder Mensch eine eigene, unantastbare Würde und unveräußerliche Rechte, unabhängig von seinen persönlichen Fähigkeiten.

1.2     Die Coaches und psychologischen Berater des DFC begreifen den Menschen als Individuum, das in seinen sozialen Beziehungen lebt und auf eine lebensdienliche Gestaltung seiner Existenz angewiesenen ist.

1.3     Jeder Mensch wird in seiner unverwechselbaren Persönlichkeit und Einmaligkeit anerkannt und ernst genommen. Das beinhaltet das Recht auf mündige Selbstbestimmung und die Möglichkeit, dieses jederzeit wahrzunehmen; die Rechte Anderer bleiben davon unbeschadet.

1.4     Die Coaches und psychologischen Berater des DFC unterstützen ihre Klienten in der Wahrnehmung ihrer Eigenverantwortung und ihrer Menschenrechte.

1.5     Jeder Mensch ist es wert, in der Entwicklung seiner Potentiale gefördert zu werden. Die Arbeit eines jeden Menschen ist gleich wertvoll.

1.6     Die Coaches und psychologischen Berater des DFC betrachten den Menschen als ganzheitliches Wesen, das Körper, Geist und Seele beinhaltet. Sie richten ihre Beratungsmethoden daran aus und blenden die notwendige Balance von Arbeit, Karriere, Privatleben, körperlicher Gesundheit nicht aus. Sie führen jedoch keine Therapie durch und halten sich strikt an die Bestimmungen des Psychotherapeutengesetzes.

1.7    Die Coaches und psychologischen Berater des DFC sind sich der Verantwortung für die Natur und ihren Mitmenschen bewusst und setzen sich dafür ein, sie zu schützen und zu bewahren. Sie verhalten sich gegenüber anderen Menschen so, wie sie auch selbst behandelt werden möchten (wie dies z.B. im christlichen Glauben oder christlichen Werte- und Kulturverständnis nahe gelegt wird).

 

 

Artikel 2        Zum Selbstverständnis der Coaches und psychologischen Berater

Die Coaches und psychologischen Berater des DFC beteiligen sich an der Entwicklung der Gesellschaft und unserer Welt. Sie übernehmen dabei eine besondere Verantwortung.

Das bedeutet im Einzelnen:

2.1     Die Coaches und psychologischen Berater sind sich bewusst, dass sie auf die Meinungsbildung und Persönlichkeitsentwicklung ihrer Klienten Einfluss nehmen. Sie regen im Rahmen ihrer beruflichen Praxis zum Überdenken von Haltungen und Standpunkten an, verhelfen zu anderen Sichtweisen und bewirken Veränderungen im Verhalten, im Denken und im Fühlen ihrer Klienten. Es handelt sich bei dieser Form der Beratung um eine Prozessberatung (keine Expertenberatung). Trotzdem ist jede Beratung auch eine Manipulation des Klienten. Dieser Tatsache sind sich die Mitglieder bewusst und gehen daher mit der Verantwortung, die daraus erwächst, sehr sorgsam um. Die Berater des Verbandes wenden anerkannte Methoden des Coachings und der psychologischen Beratung an.

2.2     Die Coaches und psychologischen Berater verpflichten sich, persönliche Informationen, die sie im Rahmen ihrer Tätigkeit erhalten, vertraulich zu behandeln (Selbstverpflichtung zum Schweigen).

2.3     Die Coaches und psychologischen Berater nehmen gesellschaftliche Entwicklungen wahr.  Ihnen tragen sie Rechnung, indem sie ihre Fachkenntnisse und Methodenkompetenz stets auf aktuellen Stand bringen, um eine bestmögliche Beratung zu gewährleisten. Sie sorgen für die eigene Fortbildung, Supervision und pflegen den Erfahrungsaustausch mit anderen Personal Coachs und psychologischen Beratern. Sie bilden sich jährlich wenigstens 30 Stunden (z.B. zwei Wochenendfortbildungen) fachbezogen in anerkannten Seminaren, Kursen und Fernstudien oder Intervisionsgruppen fort und dokumentieren dies. Diese Dokumentation  (auf Verlangen auch Kopien der Nachweise) geben sie auf Nachfrage jedem Mitglied und auch der Stelle bekannt, an der die Online-Datenbank der Mitglieder geführt wird. Dadurch machen sie die Erfüllung ihrer Fortbildungsverpflichtung transparent. Die Mitglieder bemühen sich um eine nachvollziehbare Qualitätssicherung und Evaluation (Struktur, Prozess, Ergebnis) Ihrer Maßnahmen.

2.4     Die Coaches und psychologischen Berater sehen ihre Arbeit in größere gesellschaftliche Zusammenhänge gestellt.

Durch ihre Tätigkeit versuchen sie zur Entwicklung einer zukunftsfähigen Gesellschaft beizutragen. Dies kann beispielsweise beinhalten:

  • zu lebenslangem Lernen und bewusster Lebensführung anzuregen sowie Prozesse zur persönlichen und gesellschaftlichen Reifung im Handeln, Denken und Fühlen zu unterstützen,
  • Macht- und Ohnmachtbeziehungen zwischen Männern und Frauen, Kindern und Erwachsenen, Alten und Jungen, Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu bedenken und sich für die Rechte wirtschaftlich und sozial benachteiligter Menschen durch Aufklärung und Rat einzusetzen,
  • bürgerschaftliches Engagement und Möglichkeiten zur politischen Bürgerbeteiligung zu fördern sowie für Formen friedensorientierter Konfliktregelungen einzutreten,
  • kulturelle Identitätsbildung und zugleich Offenheit für interkulturelle Begegnungen zu fördern,
  • für ein Wirtschaften einzutreten, das die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft sicherstellt.
  • für psychologische und gesundheitliche Prävention aufklärend einzutreten, damit Sorgen, Leiden und Probleme nur in geringem Umfang entstehen müssen.

Die Art eines solchen Engagements  muss jedoch jedes Mitglied selbst anhand seiner Überzeugungen und seines Glaubens festlegen.

 

 

 

Artikel 3        Zum Verhältnis Coach und Klient (inkl. Sektenerklärung)

Die Coaches und psychologischen Berater des DFC kommen ihrer besonderen persönlichen und sozialen Fürsorgepflicht gegenüber ihren Klienten nach.

Das bedeutet im Einzelnen:

3.1     Die Coaches und psychologischen Berater des DFC wenden Methoden an, die dem in Artikel 1 ausgeführten Menschenbild entsprechen.

3.2     Die Coaches und psychologischen Berater gehören nicht Institutionen oder Gruppierungen an, deren Haltungen und Überzeugungen den Punkten des Artikels 1 widersprechen und arbeiten nicht nach deren Methoden, insbesondere auch nicht nach den Methoden von L. Ronald Hubbard (Scientology). Sie lehnen auch Methoden und Mitgliedschaften in sektenähnlichen Organisationen oder die  Verfassung gefährdenden oder kriminellen Organisationen jeder Art strikt ab.

3.3     Die Coaches und psychologischen Berater enthalten sich jeder Form von Repression, Beeinflussungsnahme oder Gehirnwäsche gegenüber ihren Klienten. Sie lehnen jegliche Form von Missbrauch der Klienten strikt ab (beispielsweise: sexuell, persönlich, psychologisch und wirtschaftlich). Sie lehnen jede Form der Zusammenarbeit und Zugehörigkeit mit "Scientology", mit Tarnorganisationen von Scientology und anderen Gruppen, Gemeinschaften, Sekten und Institutionen ausdrücklich ab, die die Freiheit des Menschen in einer Weise einschränken, die mit dieser Standesordnung nicht vereinbar ist. Sie begegnen ihren Klienten mit Respekt, Achtung und Wertschätzung.

 

 

Artikel 4        Werbung und Außeninformation

Die Coaches und psychologischen Berater sehen sich gegenüber Nachfragenden ihrer Leistungsangebote zu den Prinzipien der Wahrheit, Klarheit und Vertraulichkeit verpflichtet.

Das bedeutet im Einzelnen:

4.1     Im Gespräch (auch per Mail oder in der Nutzung anderer Kommunikationsmittel) mit potenziellen Klienten liefern die Coaches und psychologischen Berater wahrheitsgemäße Informationen über Kosten, Vertragsbedingungen, Zeiten und andere Bedingungen zu Setting & Rahmen der Zusammenarbeit; über ihre Person und ihr Beratungsangebot, insbesondere über die Art der Arbeit, die der Berater / die Beraterin durchführen kann und die bisher für Klienten tatsächlich erbracht wurde.

4.2     Die Coaches und psychologischen Berater werden ihre Beratungsmöglichkeiten und -aktivitäten stets zutreffend darstellen. Dazu gehört, die eigene Methodenkompetenz offen zu legen und die in der Beratung oder im Entwicklungsprozess von Klienten tatsächlich eingesetzten Methoden anzugeben. Mitglieder berufen sich nicht auf Ausbildungen, die ohne Lernerfolgskontrolle erbracht worden sind (z.B. schriftliches Selbststudium ohne Lernerfolgskontrolle, Tutorenbegleitung, Benotung u.ä.). Schriftlicher Wissenserwerb kann nur erwähnt und beworben werden, wenn er im Rahmen staatlich anerkannter Fernkurse oder Seminarveranstaltungen durchgeführt worden ist.

4.3     Die Coaches und psychologischen Berater wissen in selbstkritischer Einschätzung um die Grenzen der eigenen Kompetenzen und bieten daher keine Dienste an, die über ihre beruflichen Fähigkeiten / Kompetenzen hinausgehen. Insbesondere wird keine Form von Therapie angeboten oder vorgetäuscht, wenn hierfür keine behördliche Erlaubnis nach dem Psychotherapeutengesetzt oder dem Heilpraktikergesetz vorliegt. Im Gespräch mit dem Klienten werden dessen spezifische Erwartungen abgeklärt und sorgfältig hinsichtlich des Nutzens für das Klientensystem geprüft (sog. systemische und ökologische Zielklärung).

 

 

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