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BurnOut - das unterschätzte Virus

Burnout ist wie eine Treppe die nach unten führt
  • Zeitdruck, Stress,
  • unerledigte Aufgaben,
  • konstante Störungen durch Telefon, Email oder Mitarbeiter,
  • ständig wechselnde Ziele, Vorgaben oder Aufgaben,
  • Pflichten ohne Rechte, zu wenig Handlungsmöglichkeiten,
  • zu viele Dinge gleichzeitig,
  • zu wenig Resonanz,
  • Umstrukturierungen,
  • keine Beachtung, kein Feedback
  • Sinnlosigkeit des Tuns, keine Zielerreichung in Sicht

und vieles mehr...

Treten diese Belastungen über mehrere Jahre, auf, so kann dies in den betroffenen Menschen das Burnoutsyndrom auslösen.

Burnout ist keine Krankheit, die nach 2 Wochen von allein ausheilt wie ein Schnupfen. Auch existiert keine Medizin, welche die Probleme einfach abstellt. Wird über Jahre hinweg die "rote Ampel" überfahren, kann es für den/die Betroffene(n) am Ende bedeuten, dass nur noch der Besuch einer psychotherapeutischen Einrichtung oder ein stationärer Aufenthalt helfen kann unter Umständen man sogar arbeitsunfähig wird. Und für nicht wenige kommt jede Hilfe zu spät.

Jährlich geben die Krankenkassen mehr als 55 Mrd. Euro für die Folgekosten des Burnouts aus - mit zunehmender Tendenz.

 

Lesen Sie in den nun beschriebenen Seiten alles über Burnout, wie es entsteht, was es auslöst und wie man sich davor schützen kann.

 


 

So wie ein Virus jeden Menschen überfallen kann, so unsichtbar und heimlich überfällt auch das Burnout seine Opfer. Es kann jeden treffen.

Wird eine Kerze von beiden Seiten abgebrannt, so gibt sie zwar mehr Licht ab, ist aber auch doppelt so schnell verbraucht!


Doch im Gegenzug zu einem Virus, dass sich durch Fieber, Erschöpfung, Kopf- und Gliederschmerzen ankündigt und rechtzeitig die Person aus dem Verkehr zieht, bemerken Betroffene den Burnout meistens erst, wenn es zu spät. Beim Burnout werden Alarmsignale häufig übergangen, bis sich psychosomatische oder psychische Symptome bemerkbar machen. 

 

Burnout schadet der Gesundheit und reduziert die Lebensqualität.

Der betroffene Mensch befindet sich in einem "Schwarzen Loch", das alle Energien aufgezehrt hat. Die lebenserhaltenden Systeme sind dann akut gefährdet.

In mathematischer Schreibweise definiert sich Burnout: 

Die Summe der abgegebenen Energie ist größer, als die Summe der neu hinzu gewonnenen Energien. 

Das Ergebnis ist negativ, es entsteht ein Defizit an Energie.
Das Gleichgewicht ist damit gestört.

 

Was ist das tückische an Burnout?

Manche Betroffene gefallen sich zu Beginn in der Rolle der Unentbehrlichen, nehmen gerne Arbeit mit nach Hause und vernachlässigen Pausen. Manche argumentieren sogar, dass sie diesen Druck als Lebenselixier empfinden und dies daher sogar benötigten. Die konstante Überlastung macht vielen Betroffenen am Anfang sogar Spaß, das Risiko wird nicht gesehen. Die Folgen sind zu Beginn nicht sichtbar, ein Erreichen von Grenzen nicht spürbar!
Der Weg der zur Hölle führt, ist eben auch breit und bequem und er geht sich leicht!

Für viele Manger und Cheftypen sind 50, 60 Stunden pro Woche ein "gesundes" Maß, als Verweigerer gilt in den Augen dieser Extremjobber, wer sich nicht ihrem Vorbild anschließt. Doch wird dieser Arbeitsstil zur Gewohnheit, so hat man den Pfad des Ausbrennens bereits betreten und irgendwann den Wegezoll dafür zu bezahlen.

Entgegen vieler Meinungen ist unsere Erfahrung, dass nicht jeder Extremjobber, Vielarbeiter an Burnout erkranken muss. Damit die Mischung an Bedingungen explosiv wird, sind weitere Zutaten erforderlich (siehe die oben angeführte Liste). Neben den äußeren Umständen, für die man oft nicht verantwortlich ist, bedarf es eines "inneren Nährbodens", der aus festgefahrenen Einstellungen, unbewußten Überzeugungen und dysfunktionalen Lebenskonzepten besteht. Erst wenn auch dieser Grundstoff vorhanden ist, kann es zum Burnout kommen. Und diesen inneren Nährboden kann der Einzelne beeinflussen.


Merkmale auf der Reise zum energetischen Nullpunkt

STADIUM 1:

Im Stadium 1 hat der Betroffene sich ganz seiner Arbeit verschrieben. Während die Person noch immer mit Hochdruck die Ziele, Aufgaben seiner Firma oder seine selbst gesteckten Ziele zu erreichen versucht, hat der Körper bereits den  ersten Energiemangel bemerkt und signalisiert frühzeitig und deutlich durch die Reaktion mit den "holy Seven", den psychosomatischen Beschwerden. Doch der emsige Mensch im Hamsterrad registriert diese Beschwerden nicht, er macht wie gewohnt weiter und vergrößert den Energiemangel seines Körpers.

Die "holy seven" der Psychosomatosen können sich als Folgen von Burnout und Stress einstellen und dienen - positiv betrachtet - als unüberhörbare Alarmsignale für den Körper. 

  1. Rheuma (geht im Vorfeld einher mit Rückenleiden)
  2. Magengeschwür (im Vorfeld Bauch- und Magenschmerzen, Empfindlichkeit)
  3. Colitis ulcerosa (Darm- und Stuhlprobleme)
  4. Bluthochdruck (Kreislauf und Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörung)
  5. Schilddrüsenüberfunktion
  6. Neurodermitis (auch Allergien)
  7. Asthma

Fast 50% der Männer über 40 Jahren haben Magen-, Prostata-, Darm oder Stuhlprobleme.

Rückenleiden und Allergien wurden zu Volkskrankheiten, denen die Krankenkassen nicht Herr werden können - gibt das nicht denken?

STADIUM 2:

Die psychosomatischen Beschwerden sind Alarmsignale des Körpers. Werden diese  Signale weiter überfahren, kann im ungünstigen Fall die Arbeitsunfähigkeit durch einen Zusammenbruch des Nervensystemes oder des Herz-Kreislauf-Systems eintreten. Bei vielen Betroffenen setzt anstelle eines Nervenzusammenbruchs eine Erschöpfungsdepression zum Selbstschutz ein, die dazu führt, dass einfachste Aufgaben erheblich mehr Energie kosten bzw. gar nicht mehr ausgeführt werden können - dem Betroffenen fällt alles viel schwerer als vorher. Je nach Tätigkeit und Berufsstand kann sich Zynismus ebenfalls als Selbstschutz ausbreiten. Sowohl Zynismus als auch Erschöpfungsdepression reduzieren die Lebensqualität weiter und lassen das Zusammenleben mit den Betroffenen Menschen innerhalb ihrer Familien zur
Qual werden. 

Ausgebrannte haben das Gefühl, vom überfüllten Schreibtisch erdrückt zu werden. Das Öffnen eines Briefes fällt ihnen schwer, Aufschieberitis breitet sich aus - man könne ihn doch noch am nächsten Tag öffnen, entschuldigt der innere Schweinehund. Dinge werden vor sich her geschoben, wichtige Entscheidungen vertagt und die Arbeit fällt immer schwerer. Natürlich darf der Vorgesetzte nichts vom eigenen Zustand erfahren. Dies bringt die Betroffenen in einen Zwiespalt, die Spirale führt immer weiter und schneller nach unten.

 

Da seine/ihre Energiereserven erschöpft sind und der Stress viel zu lange ertragen wurde, schaltet der Körper Funktionen langsam ab. So dass Pausen, Erholungszeiten, Urlaube, die früher einmal völlig ausreichend für die Regeneration waren, in diesem Zustand nur dem Wassertropfen auf dem heißen Stein gleichen.

 

  • Die Merkfähigkeit nimmt ab
  • Ebenso die Kommunikationsfähigkeit
  • Die Konzentrationsfähigkeit sinkt, nicht nur beim zuhören. Der Betroffene beschäftigt sich mit Nebensächlichkeiten, die Hauptaufgabe bleibt liegen
  • Die Fähigkeit sich auf Neues einzustellen ist reduziert, dies führt nicht selten zu privaten Konflikten, wenn der Ehepartner die neuen Nachbarn/die Schwiegereltern einlädt, doch der Betroffene keine Energie für soziale Kontakte mehr zur Verfügung hat
  • Die Leistungsfähigkeit ist stark reduziert, die Aufschieberitis hat Hochkonjunktur
  • Der Ausgebrannte erwischt sich immer häufiger in der Tagträumerei mit einem starren Blick ins Weite
  • Die Belastungsfähigkeit ist geringer, entweder weicht die Person Konflikten aus oder sie sorgt für Eskalationen, bei denen sie anschließend selber nicht mehr versteht, wie es dazu kam
  • Häufig ist auch eine Zunahme von Ängsten bis zur Existenzangst bemerkbar
  • Verringerte soziale Kompetenz ist feststellbar, denn jeder Kontakt ist eine Interaktion, eine Begegnung die Energie benötigt 

 

Alles was Energie kostet, selbst ein Hobby oder Freunde, Familie, bewertet der ausgebrannte Körper als zusätzliche, nicht mehr erträgliche Last, weil er alle wichtigen Systeme abgeschaltet hat. Es geht in diesem Stadium nur noch um die Selbsterhaltung der wichtigsten Systeme, dem Atem-, Nerven- und Herzkreislaufsystem. 

Da der Betroffene seine eigne Situation nicht mehr versteht und so auch kaum noch in der Lage ist, diese zu kommunizieren, wird der Ehe-/Lebenspartner nicht selten damit völlig überfordert. Zerbricht in der Folge eine Beziehung, so steht der Ausgebrannte in einer besonders großen Gefahr. Untersuchungen belegen, die Anfälligkeit für einen Herzinfarkt steigt um über 50%, wenn diese Parameter zusammen fallen: Burnout und Trennung.

 

 

Raus aus dem Loch: 

Ist man in der Erschöpfungsdepression, im Zynismus oder im Nervenzusammenbruch angekommen hilft nur noch die Notbremse:
Raus aus dem alten Fahrwasser!

Die Psyche (griech. Seele) heilt sich selber, so wie eine Schnittwunde sich selber heilt, wenn die Bedingungen dafür ideal sind.
Hierzu hat der Betroffene einiges neu zu lernen. Er muss die Erschöpfungszeichen seines Körpers richtig deuten und auch lernen, auf sie zu hören:

  • Der Betroffene muss lernen zu entspannen. Eine besondere Entspannungstechnik ist dabei hilfreich, doch allein nicht ausreichend.
  • Es müssen die Energieräuber lokalisiert und Alternativen geschaffen werden.
  • Der Ausgebrannte muss manches neu lernen, so auch verantwortungsbewusst mit sich selber umzugehen und sich Gutes zu gönnen.
  • Auch muss der/die Betroffene wieder neues Selbstvertrauen aufbauen, weil im Stadium 2 viel negative Erfahrungen erlebt wurden.
  • Und das wichtigste: Die inneren dysfunktionalen Antreiber (Lebenskonzepte, Scripte), die mit daran beteiligt waren, dass es zu dieser Situation kam, müssen lokalisiert und gegen neue, günstigere Lebenskonzepte ausgewechselt werden, wenn man nicht in wenigen Jahren alles noch mal durchleben möchte. Letzteres ist für eine bleibende Gesundung von großer Bedeutung. Werden diese inneren Parameter nicht gegen günstigere Lebensgrundsätze ausgetauscht, so besteht die große Gefahr des Rückfalls. Ähnlich wie das JoJo-Prinzip nach einer Diät, solange es beim Betroffenen nicht zu einer Änderung der Grundeinstellung führt, bleibt jede Diät nur eine zeitlich begrenzte Beruhigungspille ohne nachhaltige positive Wirkung. 

Allein das Erlernen einer guten Entspannungstechnik hilft daher noch nicht, um aus dem Burnout heraus zu kommen. Die Änderung des Zeitmanagements, der emotionalen und sozialen Fähigkeiten und des Arbeitsverhaltens sind mitunter ebenso wichtige Maßnahmen.

Was dem/der Ausgebrannten keinesfalls hilft, sind Trostworte nach dem Motto "nach Regen folgt Sonnenschein". Der Schulterschlag mit dem Motto "streng dich mal an" wirkt wie eine Beleidigung für die Betroffenen.  

Auch für Familienangehörige ist diese Situation neu und befremdlich. Angehörige glauben eine andere Person vor sich zu haben, die das Lachen verlernt hat, am Familiengeschehen kein Interesse mehr findet und nicht selten münzen die Lebenspartner den Zustand auf ihre eigene Person, was zu weiteren Konflikten und Spannungen führen kann.

 

 

 

Wir empfehlen sowohl Betroffenen als auch den Angehörigen eine Beratung in Anspruch zu nehmen, weil dieses Thema großes Leid beinhaltet und ernsthafte Folgen nach sich ziehen kann.

 

Rufen Sie uns gleich an und vereinbaren Sie einen Termin.
Tel. 0212 - 88 155 745 oder senden Sie uns ein Email: Kontakt ...

 

 

Bei leichten Fällen eines Burnouts und zur Prophylaxe hilft der Besuch einer Coaching-Gruppe. Im fortgeschrittenen Stadium hingegen empfehlen wir das Einzelgespräch.

 

 

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